

Ein Urlaub im Münsterland verbindet Natur mit Kunst, Vergangenheit mit Moderne und entführt auf eine kulinarische Reise in die Küchen Nordrhein-Westfalens. Auf einer Frühlingsspeisekarte steht in jedem Fall der Spargel ganz weit oben, zum Beispiel in Verbindung mit Schinken und frischem Kartoffelbrot. Äpfel werden gerne in Form von Apfelkuchen gereicht. Beliebt sind die „Armen Ritter“, eine einfache, aber leckere Süßspeise, in der Zwiebäcke, Eier und Milch verarbeitet werden. Häufig kommen Forellengerichte auf den Tisch. Gemüseeintöpfe gehören ebenso zur westfälischen Küche, wie Lamm- oder Hasenrücken. Manchmal darf es auch Fasan sein. Ein Münsterland Ferienhaus Urlaub steht immer in Verbindung mit köstlichen Gaumenfreuden.
Das Münsterland ist ein Land von Schlössern und Burgen. Im Kreis Coesfeld befindet sich das Wasserschloss Nordkirchen, welches sich gerne als „Westfälisches Versailles“ sieht, was nicht übertrieben ist. Das barocke Gebäude, dessen Form einem Hufeisen gleicht, diente als Sitz des Fürstbischofs. Es liegt in einem reizvollen Park, in dem auch das Element Wasser eine Rolle spielt. Im Inneren ist eine Fachhochschule für Finanzen untergebracht, im Keller kann man westfälisch Gerichte genießen und Besichtigungen sind möglich. Der Park steht immer für Besucher offen. Isselburg, im Westen des Münsterlandes gelegen, verfügt ebenso über ein barockes Wasserschloss. Der imposante Turm gehört zu den ältesten Gebäudeteilen und wurde bereits im 12. Jahrhundert errichtet. Interessant ist das Fundament dieser mächtigen Schlossanlage, die auf Pfählen aus Eichenholz errichtet wurde. Leider blieb auch sie von den Kriegswirren nicht verschont. Nach dem Krieg wurde sie wieder aufgebaut und dient seit den 1960iger Jahren als Museum. In der Privatbibliothek befinden sich wahre Bücherschätze. Einige stammen aus dem 15. Jahrhundert. Daneben gibt es eine beachtliche Gemäldesammlung zu bestaunen, unter anderem Werke von Rembrandt und Murillo. Ein Spaziergang durch den Park, der an einen englischen Garten erinnert, rundet den Besuch der Wasserburg ab. Reichsgraf Alexander II von Velen herrschte auf Schloss Raesfeld. Anfänglich bestand die Schlossanlage im Kreis Borken aus vier Flügeln. Der Schlossherr interessierte sich wohl für die Sterne, denn in seiner Vorburg ließ er eine Art Observatorium unterbringen. Obwohl heute die Akademie des Handwerks Schlossherr ist, lohnt sich dennoch ein Ausflug dorthin. Im Rittersaal hat man Gelegenheit an einem echten Ritteressen teilzunehmen. Der Wald, der das Schloss umgibt, birgt einige Geheimnisse. Zum Beispiel gibt es einen Forstlehrpfad und die Überreste einer Wassermühle zu entdecken. Ein Informations- und Besucherzentrum beherbergt eine interessante Ausstellung. Ein weiteres Kleinod in der Burgen- und Schlösserlandschaft des Münsterlandes ist die Burg Hülshoff. Es gibt erste urkundliche Hinweise auf diese Burganlage, die bis ins 11. Jahrhundert zurückführen. Mehr über die Geschichte lernt man im Herrenhaus der Burg, in dem es ein Museum gibt. Interessant zu wissen ist, dass die Burg der Geburtsort einer sehr bedeutenden Schriftstellerin ist. Annette von Droste-Hülshoff erblickte hier im Januar 1797 das Licht der Welt. Bekannt wurde sie beispielsweise durch ihre Ballade „Der Knabe im Moor“. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe vergibt im Abstand von zwei Jahren einen nach ihr benannten Preis.
Viel weiter zurück in die Vergangenheit begibt man sich am Megalithgrab „Große Sloopsteine“. Dieses, aus der Jungsteinzeit stammende, Bodendenkmal befindet sich in Lotte-Wersen. In einer Legende erzählt man sich, dass so auch die sterblichen Überreste des Herzogs Widukind bestattet worden sind. Wer eine Münsterland Ferienwohnung in Raesfeld besucht, sollte unbedingt der alten Femeiche einen Besuch abstatten. Schätzungsweise ist dieser Baum sagenhafte 1500 Jahre als. Obgleich der Stamm schief und zum Teil hohl ist, grünt sie Jahr um Jahr wieder neu. Bevor das Christentum Einzug hielt, soll der Gott Odin unter den Zweigen gesessen haben. Eine Chronik verweist darauf, dass diese Eiche tatsächlich als Ort diente, unter dem Räuber und Mörder gerichtet wurden. Daher leitet sich wohl auch der Name ab. Feme übersetzt man mit Gericht.